News zur Umwelt & Industrie

12.07.2008 - "Saving Iceland" internationales Protestcamp

Rettet die letzte Wildnis der Erde. Dort, wo die Gletscherberge den Schlamm abtragen, um das für den Treibhauseffekt verantwortliche Gas CO2 zu binden und in Kalk umzuwandeln. Nun sollen in Reykjavik (Island) in Windeseile weitere Aluminiumschmelze gebaut werden, damit der Aluminium-Export jährlich um bis zu 3 Mio. Tonnen für die multinationalen Grosskonzerne gesteigert werden kann. Der Grosskonzern Alcan z.B. bezieht seinen Strom von Nuklear- und Kohlekraftwerken und zahlt dafür die auf dem Weltmarkt billigsten Tarife. Geplant für die Aluminiumschmelze sind 3 Dämmbauten, für die die Natur weichen muss. 


Quelle & Informationen: www.savingiceland.org

FSC-Siegel - Was ist das eigentlich?

Pro Minute gehen durch illegalen Holzeinschlag, Brandrodung oder Straßenbau weltweit mindestens 28 Hektar Wald verloren – eine Fläche so groß wie 38 Fußballfelder. Nicht nur die lokale Bevölkerung leidet darunter: Ganzen Tier- und Pflanzenarten droht wegen des Verlusts der Lebensräume die Ausrottung. 

 

FSC ist ein internationales Garantiesiegel. Holz und Papier mit dem FSC-Siegel stammt garantiert nicht aus Raubbau, sondern fördert sozial- und umweltverträgliche Waldwirtschaft.

 

Forest Stewardship Council. Diese internationale Organisation, gegründet 1993, wird von Umweltverbänden wie dem WWF, von Waldbesitzern, der Holzindustrie, Gewerkschaften und einheimischen Völkern unterstützt, um den Raubbau an unseren Wäldern zu verringern. Der FSC ist unabhängig und verfolgt keine finanziellen Interessen.

 

Quelle: www.wwf.de

Mehr Informationen: www.fsc-deutschland.de

10.05.2008 - EU importiert im großen Stil illegales Holz

09.05.2008

 

Fast ein Fünftel des nach Europa eingeführten Holzes stammt aus illegalen Quellen. WWF fordert europaweites Urwaldschutzgesetz

 

Holz aus illegalen Quellen, für das weltweit riesige Wälder vernichtet werden, landet in großen Mengen in der Europäischen Union und in Deutschland. Anhand der Außenhandelsdaten von 2006 berechnet der WWF in einer aktuellen Studie, dass fast ein Fünftel des in die EU importierten Holzes (schätzungsweise bis zu 19 Prozent) unter Missachtung geltender Gesetze gefällt und gehandelt wurde. Mit einem Anteil von zehn Prozent steht Deutschland nach Finnland und Großbritannien auf Platz 3 der Hauptabnehmerländer für illegales Holz. Die mit Abstand größte Menge davon stammt aus Russland: Jährlich landet illegales russisches Holz im Wert von mindestens 120 Millionen Euro auf dem deutschen Markt. Weitere wichtige Herkunftsländer sind die Staaten des ehemaligen Ostblocks, Südostasiens, West- und Zentralafrikas sowie Brasilien. Wichtiges Transitland für Produkte aus illegalem Holz ist China.

Nina Griesshammer, WWF-Waldexpertin: „Es handelt sich schlicht und einfach um Hehlerware, für die wertvolle Urwälder zerstört werden. Den hohen Anteil von illegalem Holz hierzulande können wir verhindern, wenn die Geschäftemacherei auf Kosten der Natur endlich unter Strafe gestellt wird und der Markt für solche Produkte in der ganzen EU austrocknet.“ Durch den Handel mit geklauter Ware sei der deutsche und europäische Holzhandel stark in die Zerstörung der letzten großen Waldblöcke der Erde verstrickt.

Der WWF fordert seit langem ein Gesetz, das garantiert, dass nur noch mit legalem Holz gehandelt werden darf und den Unternehmen eine Nachweispflicht auferlegt wird. Der Bundestag hat ein solches Urwaldschutzgesetz für Deutschland mit der Begründung abgelehnt, es sei zu bürokratisch und das Problem müsse auf EU-Ebene gelöst werden. In diesem Monat nun entscheidet die EU-Kommission erstmalig darüber, ob das Gesetz kommt. Nina Grieshammer: „Nachdem die Holzhandels-Lobbyisten in Deutschland die Oberhand hatten, muss die Bundesregierung sich jetzt auf EU-Ebene für den Schutz der Wälder stark machen und dafür sorgen, dass der Handel mit illegalem Holz endlich unter Strafe gestellt wird.“

Weiterlesen: www.wwf.de

09.05.2008 - Klimaschutzuntersuchung befasst sich mit großen Unternehmen

Der aktuelle "Climatecounts Survey" untersucht, wie viel die großen Unternehmen zur Reduzierung von Treibhausgasen tun. Insgesamt werden 100 Punkte verteilt, IBM, Canon und Toshiba liegen mit 77, 74 und 70 Punkten auf dem ersten Platz. Da es bei Unternehmen, die sich zum Beispiel auf Software-Entwicklung spezialisieren, nicht sofort auf der Hand liegt, wo hier Einsparpotenzial besteht, werden auch Bereiche wie Optimierung der Logistikstruktur, Umgang mit Ressourcen, Informationspolitik oder Art der Stromversorgung bewertet. Zu den Unternehmen mit der größten Verbesserung im Vergleich zur vorherigen Studie zählt Google mit einem Anstieg von 38 auf insgesamt 55 Punkte. Dies ist der Fall, da Google stark auf Solarstrom setzt und in regenerative Energien investiert. Apple erreichte hingegen nur 11 Punkte, was deutlich unter dem industrieweiten Durchschnitt von 56 Punkten liegt. Generell sei der Computer-Sektor die Vorzeigebranche. Nirgends sonst werde der Klimaschutz inzwischen so hoch geschrieben wie hier. Besonders schwach schneiden eBay und Amazon mit nur 5 Punkten ab. Im Bericht lassen sich die "Scorecards" der Unternehmen ansehen. Jeder Hersteller wurde innerhalb seiner Branche nach festgelegten Kriterien bewertet. (fen)

 

Quelle: www.mactechnews.de


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